Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: 21. Juli 2026

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen der Prociro LLC, 1209 Mountain Road Pl NE, Ste N, Albuquerque, NM 87110, USA („Anbieter“) und ihren Kunden über die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform „ShowRate“ (der „Dienst“).

(2) Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen.

(3) Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden finden keine Anwendung, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

§ 2 Vertragsgegenstand

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden ShowRate als webbasierte Anwendung über das Internet zur Verfügung. Der Funktionsumfang umfasst insbesondere Terminbuchung mit Team-Verteilung, Kalender-Synchronisation (z. B. Google Calendar, Microsoft 365), Buchungsstrecken/Funnels und Einbettungen, CRM-Funktionen, Telefonie-Anbindung, Erinnerungs- und Bestätigungs-Automatiken sowie Ereignis-Tracking und Schnittstellen (API, Webhooks).

(2) Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung bzw. dem individuellen Angebot. Der Anbieter darf den Dienst weiterentwickeln, sofern die Kernfunktionen erhalten bleiben.

(3) Die Bereitstellung erfolgt ab dem vereinbarten Übergabepunkt (Ausgang des Rechenzentrums). Für die Internetverbindung des Kunden und dessen Endgeräte ist der Anbieter nicht verantwortlich.

§ 3 Vertragsschluss

Der Vertrag kommt durch Annahme eines individuellen Angebots, durch beiderseitige Unterzeichnung oder durch Freischaltung des Zugangs zustande.

§ 4 Verfügbarkeit

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes. Angestrebt wird eine Verfügbarkeit von [Verfügbarkeitszusage festlegen, z. B. 99 % im Monatsmittel] im Jahresmittel; hiervon ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster, Ausfälle von Drittdiensten (Ziffer § 6) sowie Umstände außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters (höhere Gewalt, DDoS-Angriffe, Ausfälle von Netzbetreibern).

(2) Wartungsarbeiten werden, soweit möglich, außerhalb üblicher Geschäftszeiten durchgeführt und rechtzeitig angekündigt.

§ 5 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde ist verpflichtet,

  • Zugangsdaten geheim zu halten und Mitarbeitern nur im erforderlichen Umfang Zugriff zu gewähren;
  • den Dienst nur im Rahmen der geltenden Gesetze zu nutzen, insbesondere des Datenschutz-, Wettbewerbs- und Telekommunikationsrechts;
  • sämtliche erforderlichen Einwilligungen und Rechtsgrundlagen gegenüber seinen Endkunden selbst einzuholen, insbesondere für Tracking- und Werbetechnologien (z. B. Meta-Pixel, Conversions API, Google Ads), für Werbekommunikation per E-Mail, SMS oder WhatsApp (§ 7 UWG) und für Gesprächsaufzeichnungen (§ 201 StGB);
  • keine rechtswidrigen, beleidigenden oder schadcodehaltigen Inhalte über den Dienst zu verbreiten;
  • bei der Nutzung von Drittdiensten (Google, Microsoft, Zoom, Meta u. a.) deren jeweilige Nutzungsbedingungen einzuhalten.

(2) Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen darf der Anbieter den Zugang nach vorheriger Ankündigung (bei Gefahr im Verzug auch ohne) vorübergehend sperren.

§ 6 Drittdienste und Integrationen

(1) Der Dienst bindet auf Wunsch des Kunden Dienste Dritter an (insbesondere Google Calendar, Microsoft 365/Teams, Zoom, Meta, Telefonie- und Automatisierungsdienste). Für diese Dienste gelten die Vertrags- und Datenschutzbedingungen des jeweiligen Drittanbieters; der Kunde schließt erforderliche Verträge mit dem Drittanbieter selbst.

(2) Der Anbieter schuldet die ordnungsgemäße technische Anbindung, nicht jedoch die Verfügbarkeit oder Leistungsfähigkeit der Drittdienste. Ändert ein Drittanbieter seine Schnittstellen, wird der Anbieter die Anbindung in angemessener Frist anpassen.

§ 7 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Soweit der Kunde über den Dienst personenbezogene Daten seiner Endkunden verarbeitet, handelt der Anbieter als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO. Die Parteien schließen hierzu einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), der Bestandteil des Vertrags ist und über info@showrate.app angefordert werden kann. Es gilt ergänzend die Datenschutzerklärung.

§ 8 Vergütung

(1) Die Vergütung ergibt sich aus dem individuellen Angebot bzw. der jeweils gültigen Preisliste. Alle Preise verstehen sich zuzüglich etwaiger gesetzlicher Steuern.

(2) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter nach angemessener Nachfrist berechtigt, den Zugang bis zum Ausgleich zu sperren; die Zahlungspflicht bleibt unberührt.

§ 9 Nutzungsrechte

(1) Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit das nicht ausschließliche, nicht übertragbare Recht, den Dienst für eigene Geschäftszwecke zu nutzen.

(2) An den vom Kunden eingebrachten Daten und Inhalten stehen dem Anbieter keine Rechte zu, mit Ausnahme der für den Betrieb des Dienstes technisch erforderlichen Verarbeitung.

§ 10 Gewährleistung und Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit und nach dem Produkthaftungsgesetz.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt; im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(3) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in dem Umfang, der auch bei ordnungsgemäßer, regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden bzw. den Anbieter unvermeidbar gewesen wäre.

(4) Die verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel nach § 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB ist ausgeschlossen.

§ 11 Laufzeit, Kündigung, Datenexport

(1) Laufzeit und Kündigungsfristen ergeben sich aus dem individuellen Angebot; mangels Vereinbarung läuft der Vertrag auf unbestimmte Zeit und ist mit einer Frist von [Frist festlegen, z. B. einem Monat zum Monatsende] kündbar.

(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

(3) Nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden auf Anforderung innerhalb von [Frist festlegen, z. B. 30 Tagen] einen Export seiner Daten in einem gängigen, maschinenlesbaren Format zur Verfügung; danach werden die Daten gelöscht (vorbehaltlich gesetzlicher Aufbewahrungspflichten).

§ 12 Vertraulichkeit

Die Parteien behandeln alle im Rahmen des Vertrags erlangten Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse der jeweils anderen Partei vertraulich und verwenden sie ausschließlich zur Vertragsdurchführung. Diese Pflicht besteht auch nach Vertragsende fort.

§ 13 Änderungen dieser AGB

Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit die Änderung unter Berücksichtigung der Interessen des Anbieters für den Kunden zumutbar ist. Änderungen werden dem Kunden mindestens [Frist festlegen, z. B. sechs Wochen] vor Wirksamwerden in Textform mitgeteilt; widerspricht der Kunde nicht innerhalb der Frist, gelten sie als genehmigt. Auf das Widerspruchsrecht und die Folgen wird in der Mitteilung hingewiesen.

§ 14 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. [Rechtswahl bei US-Anbieter anwaltlich prüfen]

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist [Gerichtsstand festlegen], soweit gesetzlich zulässig.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.